Die Macht der Bindung: Eine Geschichte über die Bedeutung von Nähe und Zuwendung

Ich will euch eine Geschichte erzählen, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begann. Ein Psychologen-Ehepaar namens Harlow und ihre Mitarbeiter wollten mit Experimenten beweisen, dass die Bindung eines Babys – sei es ein Affenbaby oder ein menschlicher Säugling – zur Mutter hauptsächlich durch die Befriedigung des Hungergefühls entsteht.

Die überraschenden Ergebnisse

Die Forscher widerlegten ihre anfängliche Annahme mit einer Reihe von Versuchen. Sie boten isoliert aufgezogenen Rhesusaffenjungen eine Drahtattrappe mit einer Milchflasche und eine weiche Stoffattrappe zur Auswahl an. Zu ihrer Überraschung klammerten sich die Jungen immer an die kuschelige Stoffattrappe und suchten nur kurz die Drahtattrappe zum Trinken auf, während sie dabei den Kontakt zur Stoffattrappe aufrechterhielten. Selbst bei erkundenden Verhaltensweisen wollten die Affenjungen den Kontakt zur weichen Attrappe nicht verlieren. In beängstigenden Situationen flohen sie zur Stoffattrappe; Affen, die nur mit einer Drahtattrappe aufgewachsen waren, erstarrten vor Angst und umklammerten sich selbst.

Die Folgen von Trennung

Je nach Dauer und Zeitpunkt der Trennungsversuche sowie dem Vorhandensein von Ersatzstoffen oder der Anwesenheit anderer Jungtiere entwickelten die Affenjungen unterschiedlich schwere Verhaltensprobleme. Diejenigen, die ohne ihre Mütter aufwuchsen oder teilweise isoliert waren, zeigten ähnliche Probleme wie die komplett isolierten Jungen. Dazu gehörten stereotype Bewegungen, Apathie, zwanghafte Gewohnheiten, aggressive Reaktionen und gestörtes Spielverhalten. Die meisten Affen konnten später keine normalen Paarungen eingehen, und wenn Weibchen Junge bekamen, vernachlässigten oder misshandelten sie diese sogar.

Die Bedeutung von Bindung

Das Ergebnis dieser Versuche zeigte deutlich: Bei uns Säugetieren ist das Bedürfnis nach Bindung weit größer als das nach Nahrung. Obwohl Nahrung für unser Überleben wichtig ist, brauchen wir gesunde Bindungen noch viel viel dringender, um wirklich zu „überleben“.

Wie denke ich darüber?

Die Geschichte dieser Experimente zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Bindungen für unsere Entwicklung, unser Wohlbefinden und unser Glück sind.

Mein erster – und zugleich tief in meiner Seele verwurzelter – Gedanke hierzu ist:

Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben!

Fang spätestens jetzt damit an!

 

Wie steht es um deine Beziehungen zu deinen Kindern, Eltern, Partnern oder Freunden?

Wenn du über Beziehungen, Bindungen oder Bedürfnisse sprechen möchtest, zögere nicht, mich zu kontaktieren. Gerne stehe ich dir für ein kostenloses telefonisches Erstgespräch zur Verfügung.
Lass uns darüber sprechen, wie wir gemeinsam deine Bindungen auf ein gesundes Level bringen können.
Lass uns gemeinsam daran arbeiten, diese Bindungen zu stärken und ein erfülltes Leben zu führen.

Ich freue mich, Dich kennenzulernen, Dir zuzuhören und bin gerne bereit, Dir dabei zu helfen.

Lass uns reden! 😉

Ich freu mich auf Dich!